ChatGPT Tasks und mehr
13. Januar 2025
OpenAI hat zum Jahresende eine Vielzahl von Neuerungen angekündigt. Nun geht es mit den Tasks gleich weiter. Wir werfen einen Blick auf das neue ChatGPT und ordnen ein.
Erinnerungsfunktion: ChatGPT als digitaler Assistent
Die jüngste Innovation sind Tasks - Erinnerungen, die ChatGPT auf Wunsch per Mail zu bestimmten Zeitpunkten oder in regelmäßigen Abständen verschickt. Theoretisch könnte ich mir alle zwei Wochen eine Erinnerung für die Vorbereitung des KICKSTARTER einrichten lassen. Aber brauche ich das? Für unseren Newsletter und die meisten anderen Aufgaben haben wir bereits ausgefeilte Prozesse. Wirklich nützlich ist das Feature für spontane Einfälle unterwegs oder für Power-User, die ohnehin den Großteil ihrer Zeit in ChatGPT verbringen.
Die wichtigsten App-Updates
Neben der Erinnerungsfunktion gibt es drei weitere wichtige Neuerungen - alle auf Anwendungsebene, nicht im Sprachmodell selbst:
- Die integrierte Websuche von ChatGPT erspart uns das Durchklicken zahlreicher Links, wie wir es von Google gewohnt sind, und liefert stattdessen gut zu lesende Antworten. An Googles Ranking-Qualität kommt sie zwar nicht heran, bringt aber wertvolle Aktualität in die Chats. Hier liest du, wofür sie sich am besten eignet.
- Der Canvas verwandelt den Chat in eine strukturierte Arbeitsfläche. Hier können Texte und Code direkt bearbeitet, kommentiert und iterativ verfeinert werden - ohne den Kontext aus den Augen zu verlieren. Mehr dazu liest du hier.
- Projekte bieten den nächsten Evolutionsschritt: Sie bündeln mehrere Chats, zeigen hochgeladene Dateien übersichtlich an und ermöglichen es, projektspezifische Custom Instructions zu schreiben, also Hinweise bzw. Anweisungen, die jedem Prompt innerhalb des Projekts hinzugefügt werden.
Wohin steuert ChatGPT?
OpenAI entwickelt ChatGPT eindeutig zu mehr als einem Chatbot - doch das Gesamtbild ist noch unklar. Die neuen Features sind vielversprechend, aber wie Puzzleteile, die noch nicht richtig zusammenpassen: GPTs lassen sich nicht in Tasks oder Projekten nutzen, der Canvas steht für sich allein. Sicherlich ändert sich das bald. Doch ob daraus ein Projektmanagement-Tool wie Monday, ein Workspace wie Notion oder etwas völlig Neues entstehen soll - diese Frage lässt sich aus den bisherigen Entwicklungsschritten noch nicht beantworten.