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Damit es nicht nach KI klingt - Teil 1

6. Februar 2026

Wir nutzen KI, um Texte zu schreiben – aber sie sollen nach uns klingen, nicht nach Maschine. Wie schaffen wir das? Mit speziellen Tools? Personalisierten Chatbots? Oder gibt es bessere Wege? In dieser Serie zeigen wir, was du tun kannst, damit deine Texte deinen eigenen Stil haben.

Um den Wunsch, die KI schreiben zu lassen, aber menschlich zu klingen, ist eine ganze KI-Sparte entstanden. Der neueste Trend: sogenannte Humanizer. Diese Tools überarbeiten Texte so, dass sie nicht mehr nach KI klingen.

Beliebt sind unter anderem Quillbot, undetectable AI und TextGuard. Sie funktionieren ähnlich und verfolgen drei Hauptstrategien:

  • Abwechslung beim Lesen: Kurze und längere Sätze werden gemischt, um Monotonie zu vermeiden.
  • Varianz schaffen: Häufig verwendete Wörter werden durch Synonyme ersetzt, ähnlich klingende Sätze umformuliert – ohne den Inhalt zu verändern.
  • Alltagssprache verwenden: Redewendungen und umgangssprachliche Formulierungen machen den Text natürlicher.

Je nach Tool gibt es weitere Features: Textstruktur optimieren, Tonalität anpassen, sogar bewusst Fehler einbauen. Doch genau hier zeigt sich das Problem: Wer – außer Schüler*innen, die ihre Noten schrittweise verbessern wollen – hat Interesse an fehlerhaften Texten? Zumal die Humanizer nicht nur absichtlich Fehler einbauen, sondern oft übers Ziel hinausschießen und mit ihren "Verbesserungen" den Inhalt verfälschen.

Von allem zu viel

Dass der Inhalt nicht mehr stimmt, ist die größte Gefahr. Aber nicht die einzige. Tonalitätsvorgaben sind sinnvoll, sie bringen Einheitlichkeit. Doch auch hier kommt es auf die Dosis an. Die Tools neigen dazu, eine Tonalität zu erzeugen, die wir selbst nie verwenden würden. Soll ein Text locker klingen, reiht sich ein lockerer Spruch an den nächsten.

Wir könnten die Liste der Fehler fortsetzen. Doch darum geht es uns gar nicht. Denn Humanizer können durchaus nützlich sein: Wer wenig Übung hat, Texte zu überarbeiten, findet hier einen guten Startpunkt. Es ist leichter, eine fertige Überarbeitung zu beurteilen und anzupassen, als sie selbst vorzunehmen.

Wer jedoch Erfahrung darin hat, Texte zu schreiben und zu redigieren, wird anders vorgehen.

Ausblick auf Teil 2

Damit sind wir beim zweiten Teil dieser Serie. Wir sehen uns Tools an, die Texte darauf untersuchen, ob sie von einer KI geschrieben wurden. Was diese Tests bringen und wie sie uns beim Verbessern unserer Texte helfen, liest du demnächst hier.
 

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